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Schienengüterverkehr

Der Schienengüterverkehr steht in ständiger Konkurrenz zu anderen Güterverkehrsträgern. Im Vergleich zu ihnen besaß die Bahn beispielsweise im Jahr 2003 nur einen Marktanteil von 8,1 Prozent. Viele Unternehmer bemängeln die viel zu hohe Transportdauer im Vergleich zum Straßengüterverkehr, die hohen Preise und die hohe Schadensquote beim Transport.

Die Transportdauer kann jedoch nur schwer verkürzt werden, da sie auf eine Überlastung der Strecken zurückzuführen ist. Zudem gibt es für den Güterverkehr kaum reservierte Strecken, wodurch der Güterverkehr teilweise vom Personenverkehr behindert wird. Auch der Personaleinsatz ist beim Schienengüterverkehr im Gegensatz zur Schifffahrt sehr hoch. Lokführer, Rangierpersonal zum Kuppeln und Entkuppeln der Waggons und Wartungskräfte sind beispielsweise notwendig. Die Geschwindigkeiten der Gütertransporte sind geringer als im Personentransport. Güterzüge erreichen im Durchschnitt eine Geschwindigkeit von 90 bis 120 km/h. Personenzüge fahren dagegen bis zu 250 km/h. Trotzdem haben Gütertransporte einen längeren Bremsweg aufgrund ihres oft hohen Gewichtes.

Wegen der hier genannten Nachteile geht der Anteil des Güterschienenverkehrs immer weiter zurück. Dennoch versucht man, den kombinierten Verkehr zwischen Schiene und Bahn wieder zu verstärken. Denn so kann es zu einer Entlastung des Straßenverkehrs kommen, was auf lange Sicht der Umwelt zugute kommt.

Schienengüterverkehr

Schienengüterverkehr ©iStockphoto/suriyasilsaksom

Leider gerät der Schienenverkehr häufig in Misskredit, weil er zuweilen mit einer hohen Lärmbelästigung verbunden ist, die insbesondere all diejenigen Menschen stört, die in der Nähe von Bahnhöfen, Umschlagplätzen oder Schienenstrecken wohnen. Dennoch muss man hinzufügen, dass die Lärmbelästigung, die von Flugzeugen oder Autobahnen ausgeht, nicht geringer ist.

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